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Theorien: Theorien sind Aussagensysteme zur Erklärung von Beobachtungen z.B. von Verhalten oder physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen. Beim Aufstellen von Theorien werden ein Gegenstandsbereich, ein Vokabular der zu verwendenden Begriffe und zulässige Methoden der Beobachtung festgelegt. Ziel der Theoriebildung ist außer Erklärungen Prognosefähigkeit und Vergleichbarkeit von Beobachtungen. Siehe auch Systeme, Modelle. Experimente, Beobachtung, Beobachtungssprache, Theoretische Termini, Theoretische Entitäten, Voraussagen, Analogien, Vergleiche, Beweise, Verifikation, Reduktion, Definitionen, Definierbarkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Stephen Jay Gould über Theorien – Lexikon der Argumente

II 251
Theorie/Gould: "Theorie" bedeutet in der amerikanischen Umgangssprache so etwas wie "unvollkommene Tatsache". Auf diese Weise können die Kreationisten argumentieren, die Evolution sei "nur" eine Theorie unter anderen. So kommt es zu einem scheindemokratischen Gestus, verschiedene Theorien nebeneinander "zuzulassen".
II 252
Theorie/Gould: Nun, die Evolution ist eine Theorie. Sie ist auch eine Tatsache.
Tatsachen und Theorien sind verschiedene Dinge, nicht Stufen innerhalb einer Hierarchie zunehmender Sicherheit.
Tatsachen sind die Unterlagen der Welt. Theorien sind Strukturen von Ideen, die Tatsachen erklären und interpretieren.
II 253
Die endgültigen Beweise der Mathematik und Logik erlangen ihre endgültige Sicherheit gerade, weil sie sich nicht mit der empirischen Welt befassen.
Evolution: die (…) Argumentationen für die Evolution, die Beweisführung für große Veränderungen, beinhalten keine direkte Beobachtung der Evolution in Aktion. Sie beruhen auf Schlussfolgerungen, sind aber deswegen nicht weniger gesichert.
>Evolution
, >Erklärung, >Darwinismus.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

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